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Web-Fotos schärfen

 

 

Fotos werden in einer guten Kamera möglichst wenig nachbearbeitet, damit sie nach eigenen Wünschen aufbereitet werden können. Dies ist durch aktuelle Bildbearbeitungs-Software auch recht komfortabel möglich. Nur das Schärfen von Web-Fotos wird im Internet sehr kontrovers diskutiert.

 

Die meisten nutzen die Funktion “unscharf maskieren”. Sie verursacht allerdings recht schnell unansehnliche Artefakte, die den Schärfeeindruck negativ beeinflussen. Ich habe deshalb für meine Web-Fotos fast ausschließlich die Kontraste angehoben, um Schärfe zu simulieren.

 

Erst seit 9.12.2010 gelingt mir mit Photoshop Elements, i.V.m. der neuen Kamera Lumix G2, die Schärfung durch den Hochpass-Filter. Ich habe sie auf der Seite FUSION-6 als Punkt-40 beschrieben.

 

Dieses Verfahren ist für die Fotoaufbereitung fürs Web ebenso geeignet wie für den privaten Fotodruck. Voraussetzung ist allerdings, dass die verwendete Kamera ausreichend feine Details aufnimmt.

Die Funktion “unscharf maskieren” ist dagegen nur für die Schärfung von Druckvorlagen zu empfehlen.

 

Um die Vorteile des Hochpass-Filters zu erkennen, sind auf dieser Seite einige Beispiele eingefügt.

 

 

Beispiele für die Nachschärfung mittels Hochpass-Filter.

 

Das erste Bild, ohne Hochpass-Filter, Schärfeeindruck wurde nur durch Kontraste erhöht.

 

Das zweite Bild, zusätzlich mit Hochpass vorsichtig nachgeschärft, dazu im Hochpassfilter den Radius auf  3,3 eingestellt, anschließend wurde nachjustiert mit der Verringerung der Ebenen-Deckkraft auf nur 30 %. –  Das Schärfen von Haaren ist besonders heikel.

 

Die Schärfung ist nicht übertrieben, oberflächlich betrachtet kaum zu erkennen. Aber bei genauerem Hinsehen sind die Unterschiede durch den Vergleich der Fellstruktur der oberen Pfote gut zu sehen (siehe Bildmitte, links).

 

Die Fotos der Lumix-G2 Seiten wurden inzwischen alle mit Hochpass nachbearbeitet und ersetzt. Jetzt kann ich meinen Web-Fotos noch das Quentchen Schärfe hinzufügen, das mir bisher gefehlt hat; immer in Maßen, versteht sich, denn überschärfte Fotos würden hart und unnatürlich wirken.

 

Wenn die Schärfung für professionelle Druckverfahren verbessert werden soll, wäre Zusatz-Software erforderlich. Als die zur Zeit (Ende 2010) leistungsfähigste gilt “Sharpener-Pro” von der Firma “Nik Software”. Sie ist auch in deutscher Sprache verfügbar und kostet knapp 200,- EUR.  –  Wer sich weiter vertiefen will, kann die PDF-Handbücher auf der Nik-Website >“Download” nutzen.

 

ohne Hochpass

P1010486-A03-web

mit Hochpass

P1010486-hp-02-web

Zum weiteren Vergleich - ein Landschaftsfoto aus der Seite Ort-4

hier zuerst ohne darunter mit zusätzlicher Hochpass-Schärfung

P1010387-04-DA4-web
P1010387-04-DA4-hp-web

Als weiteres Beispiel für den Hochpassfilter, allerdings ohne Vergleichsfoto,
eine Orts-/Landschafts-Aufnahme im Großformat -
(Vergrößerung des  Eingangsfotos auf der Seite Home)

 

Aufgenommen mit der Lumix G2 mit 210 (KB) Zoom, Bl 5,6 - 1/400 sek, ISO 200  

 

Auf vergrößerten Fernaufnahmen sind, durch Kleinrechnung verursachte weichere, damit unschärfere Konturen, noch deutlicher zu sehen. Der Hochpassfilter hebt die Nachteile der Kleinrechnung auf, allerdings nur bei guter Detailzeichnung im Ausgangsfoto. Die Bildqualität, einschließlich der Detailzeichnung, liegt bei der Lumix G2, zumindest bis ISO 400, im guten DSLR-Niveau. 

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