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Rumänienreise - Seite 1 -

 

 

Unsere Rumänienreise im Juni 2008 war für uns ein großes Erlebnis, das noch lange nachwirken wird. Meine Frau und ich, folgten einer Einladung nach Sibiu. Darin war die private Unterkunft und eine einwöchige Reiseplanung mit Dolmetscherin enthalten. Mehr kann man sich in fremder Umgebung nicht wünschen.

 

Unserer Gastgeberin und der Dolmetscherin ist die Organisation unseres Aufenthalts hervorragend gelungen. Sie zeigten uns zuerst das Stadtzentrum von Sibiu / Hermannstadt. Danach folgten Tagesreisen ins Hochgebirge der südlichen Karpaten, sowie Erkundungen der Seitentäler  mit typischen rumänischen und deutschen Dörfern. Wir verbrachten einen ganzen Tag im Astra-Freilichtmuseum und besuchten das Hermanstädter Ski- und Erholungsgebiet “Cindrel”.

 

Es war eine anstrengende Woche, ohne Erholungpausen, aber extrem lehrreich. Wir werden die Reise noch viele Wochen, anhand der Fotos und der mitgebrachten Literatur, nacharbeiten.

 

 

Reisen nach Sibiu: Es war anfangs nicht einfach, einen Anbieter zu finden, der ähnliche geführte Reisen anbietet, wie wir sie hier beschrieben haben. Erst am 2.11.08 fanden wir im Internet folgende Agentur: http://www.reky-travel.de/   Wir können sie weder preislich noch qualitativ prüfen. 

 

Febr. 2010: Die Stadt Sibiu steht inzwischen mit einer eigenen Seite für Deutsche Touristen im Internet: http://www.turism.sibiu.ro/index_de.php  Dort können Sie sich aktuell informieren.

 

 

Verkehrsmittel: Für einwöchige Reisen nach Rumänien muss das Flugzeug gewählt werden.
Der Flug kostete uns, pro Person, ca. 400,- EUR für Hin- und Rückflug ab Stuttgart. Reine Flugzeit ca. dreieinhalb Stunden. Einmal umsteigen in München oder Wien ist üblich, nur wenige fliegen ab Stuttgart direkt nach Sibiu. Wartezeiten beim Umsteigen 1-2 Stunden.

 

Busreisen sind um die Hälfte billiger, dauern aber ca. 30 Stunden. Durch die lange Reisezeit gehen insgesamt 4 Tage verloren, deshalb muss der Aufenthalt entsprechend verlängert werden.

Rechnet man die Verlängerung des Aufenthalts mit den niedrigeren Bus-Reisekosten auf, könnten, je nach Aufenthaltsdauer, die Busreisen teurer werden.

 

Billigflüge gab es ab 70,- EUR, aber Vorsicht, das waren für unseren Flug keine Inklusiv-Preise.
Wir prüften eine Billigfluglinie und errechneten, mit allen Nebenkosten, gerade mal 20 EUR pro Flug weniger, als bei unserem Flug mit Lufthansa und der Austrien-Airline. Diese bieten bekanntlich einen zuverlässigen und guten Service.

 

 

Zum Begriff “Romania” auf dieser Web-Site: Die rumänische (auch englische) Bezeichnung enthält keine Umlaute und ist etwas kürzer als “Rumaenien”. Auch sonst kann ich, aufgrund der mir vorliegenden Literatur, oft nicht zwischen rumänischen und deutschen Namen und Bezeichnungen differenzieren. Wenn ich rumänische Begriffe verwende, möge man mir nachsehen, dass mir kein rumänischer Zeichensatz zur Verfügung steht.

 

 

 

Zu Rumänien -eigene Erfahrungen 2008-

 

Vorkenntnisse - Wir hatten vorher schon viel über Rumänien, speziell Siebenbürgen, gelesen und gehört. Und tatsächlich, Sibiu ist ein wirtschaftlich aufstrebendes Gebiet, das gleichzeitig seine Kultur erhält und pflegt und, auch gegenüber Touristen, aufgeschlossen ist. Ein reisender Geschäftsmann bezeichnete Sibiu auf dem Rückflug als “Region im Umbruch”.

 

Umbruch bedeutet aber, dass man keinesfalls vergleichen sollte, allenfalls mit der Situation der ehemaligen DDR in den Jahren nach der Wende.

 

Die Chance - In der Region Hermannstadt, nur die haben wir ein wenig kennen gelernt, leben die Menschen anders, zwangläufig, denn der Kommunismus hatte seine spezifischen Einschränkungen. Aber der “verpasste Fortschritt” in den vergangenen Jahrzehnten hat die Baudenkmäler und die Tradition erhalten, die in den europäischen Industrie-Regionen achtlos beseitigt wurden. Und die Tradition, auch die typische Siebenbürger Tradition, wird hoch geachtet, obwohl nur noch 1,6 % Bewohner Sibius deutscher Abstammung sind.

 

Wenn es so wie erkennbar weitergeht, wird Rumänien ein unschätzbares touristisches Kapital aus diesen erhaltenen Traditionen und Bauwerken ziehen können. Der bisherige Nachteil wird sich auf Dauer in einen Vorteil umkehren, dessen sind sich die Menschen in Rumänien bewusst und sanieren entsprechend schonend.

 

Lebensmittel - Ein weiterer Vorteil sind die örtlichen Erzeuger-Märkte. Die dort angebotenen Lebensmittel sind eindeutig besser, als die hier erhältliche “Europa-Ware”, die grün gepflückt über weite Strecken transportiert wird. Nur die Waldboden-Früchte haben wir vorsichtshalber gemieden.
Wir haben uns aufgrund dieser Erfahrung vorgenommen, Erzeuger von Obst und Gemüse in unserer Wohnregion ausfindig zu machen. Es schmeckt einfach besser.

 

Der Umgang mit Tieren - Die Presse berichtet heute über die Entwicklung in Siebenbürgen überwiegend positiv. Nur über die Tierhaltung, speziell die Berichte über Straßenhunde, waren kurz nach dem Systemwechsel recht deprimierend, danach hat man dieses Bild nicht mehr korrigiert. Um so erfreulicher waren unsere folgenden Beobachtungen.

 

Wir haben humpelnde Hunde gesehen, oder Hunde mit ihrem Nachwuchs, aber wir haben keinen ausgehungerten, mageren Hund zu Gesicht bekommen. Im Gegenteil, die Menschen haben die freilebenden Hunde mit Wasser und Futter versorgt. Man muss sich die Situation der Hunde so vorstellen wie die unserer freilebenden Katzen. Doch während die freilebenden Katzen bei uns oft, aus Furcht vor Nachwuchs, davongejagt werden, haben wir das in der Region Sibiu nicht erlebt. Die freilebenden Tiere gehören dazu.

 

Im mehrstöckigen Wohnhaus gegenüber unserem Quartier, am Rande von Sibiu, gab es, in zwei vertieften Fensternischen, Schwalben-Nester und die Tiere wurden geduldet. Darunter, an der Hauswand, waren keine Kotspuren zu sehen. Offensichtlich wird auch noch fleißig gesäubert. Das würde hierzulande jeden Tierschützer in Erstaunen versetzen.

 

Auf dem Land laufen die Tiere frei herum, Kühe, Esel, Pferde, einzeln und in Herden, ohne Aufsicht.
Nur die Schafherden wurden von Schäfern und Hunden begleitet.

 

Gelegentlich wurden wir an Bilder aus Indien erinnert, denn die Tiere, vor allem die Kühe, lagen mit ihren Kälbern auch mal auf dem warmen Straßenbelag. Nur mit einem Unterschied, alle Tiere waren sichtlich gut genährt. Wenn die Tiere die Fahrbahn frei machten, dann nach ihrem Tempo, gemächlich, man musste warten. Um die liegenden Tiere musste man herumfahren. Da schimpfte niemand, da jagte niemand aufgeregt die Tiere davon. Man lebt noch viel natürlicher mit den Tieren und passt sich entsprechend an. Das hat uns Achtung abgerungen und uns sehr gut gefallen.

 

 

Der ländliche Raum

Schon vom Flugzeug aus konnte man große zusammenhängende Waldgebiete erkennen. Das Land ist längst nicht so stark zersiedelt wie unsere Wohngebiete in Deutschland. Deshalb ist die Pflanzen- und Tierwelt noch wesentlich reichhaltiger und ursprünglicher. Wir haben dort, in der Nähe von Bächen, Falter gesehen, die wir schon seit Jahrzehnten nicht mehr zu Gesicht bekommen haben.

 

Die Dörfer sind unter dem früheren System vernachlässigt worden. Trotzdem gibt es auch “wohlhabende” Dörfer, erkennbar an gepflegten Häusern und gepflasterten oder geteerten Straßen, Beispiel, ein rumänisches Dorf, das von je her von der Schafzucht lebt. 

Dagegen haben wir in einzelnen Dörfer nicht eine einzige gepflasterte Straße gesehen. Dort lebten die Bewohner auch in sehr ärmlichen Wohnverhältnissen.

 

Die meisten Dörfer lagen zwischen diesen beiden Extremen.

 

Offensichtlich bekamen die Dörfer im früheren System keine ausreichenden finanziellen Hilfen vom Staat oder der Region. Das beginnt sich langsam zu ändern. Wir hoffen nur, dass auch die Dörfer ihre regional typische Bausubstanz erhalten können.

 

Im ländlichen Bereich sollte sich der Tourist mit einer sensiblen Einstellung bewegen. Denn den Dorfbewohnern ist ihre Situation durchaus bewusst. Ich habe nur selten in Dörfern offen fotografiert. Meist habe ich mich auf Fotos aus dem Auto heraus beschränkt. Und ich habe noch sorgfältiger als in der Stadt darauf geachtet, keine erkennbaren Personen ins Bild zu nehmen.

 

 

Über die folgende Vorschau gelangen Sie nun zur

Foto-Galerie Sibiu / Hermannstadt

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Reisen

 

Reiseplanung

Erfahrungen

Galerie Sibiu

Zur Gastronomie

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Hinweis für die Touristik

 

Die Gastronomie

 

Ein ausdrückliches Lob der rumänischen Küche, privat, wie auch professionell wird ausgezeichnet zubereitet. Es hat uns immer, ohne Ausnahme, gut geschmeckt!!

 

Besonders empfehlen können wir in Sibiu das

 

Crama Sibiul Vechi - übersetzt: “Weinkeller Alt Hermanstadt”

Es liegt ein wenig versteckt in der Straße P. Ilarian. Diese zweigt bei einem Brunnen, Foto rechts >> 
in der Nähe des Hotels “Römischer Kaiser” (im Foto links hinten) von der Straße Nicolae Balcescu ab.

Vom Großen Ring erreicht man das Restaurant in weniger als fünf  Minuten.

www.sibiulvechi.ro - Beim ersten Aufruf ist eine lange Ladezeit möglich.

 

Und für Ausflügler in Richtung Cindrel-Gebirge empfehlen wir das Apfelhaus in Michelsberg (rum. Cisnadioara), ein Restaurant inmitten einer Apfelanlage. Äpfel und Obst werden auch als “Würze” verwendet. Daraus entstehen interessante neue Geschmacksrichtungen.

Besonders Köche und Hobby-Köche sollten sich dieses Restaurant nicht entgehen lassen. 

www.dorio.ro/dbm

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Das Restaurant “Crama Sibiul Vechi” - Weinkeller Alt Hermannstadt -

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Die Keramik-Wandleuchten

Eine Spitzen-Atmosphäre! Typische rumänische und Siebenbürger Speisekarte, auch in Deutsch – Keine Sorge, es wird mild gewürzt.

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Ein unscheinbarer Eingangsbereich und das Restaurant-Schild (oben) ist nur bei Sonnen-Hinterleuchtung und in der Nacht gut zu sehen. Bei Tag muss man genau hinsehen (siehe Foto links).

Wegbeschreibungen, siehe oben “Die Gastronomie”

Das “Apfelhaus” in Cisnadioara - Michelsberg - (Richtung Cindrel-Gebirge)

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Gastgarten mit herrlicher Aussicht (Foto oben)
Mehr über Michelsberg auf der Seite Romania-3

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