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Neues zum Thema Systemkamera

 

Die neuesten Testberichte aus der Zeitschrift - “colorfoto” 2/2011 Seite 125 - ergeben im Teilvergleich der G2 / GH2 zur Canon-EOS-Serie sehr dichte Werte im Vergleich zwischen den Canon- und den Lumix-G-Modellen. In der Bildqualität gilt folgende Rangfolge: 

 

Panasonic Lumix G2 -

knapp unterhalb der folgenden, vor allem wegen besserer Ergebnisse bei den nächsten beiden höheren ISO-Werte der Canon - die G2 also bei wenig Licht etwas schächer

Canon EOS 60D (neu) - auch EOS 7D (älter) - sie liegen beide in der Mitte

Panasonic Lumix GH2 - die beste gemessene Bildqualität von den vier Geräten

 

Sogar die EOS 1D Mark III und IV (Preise zwischen 3 - 4000,- Euro) müssen sich in der Bildqualität (gemessen von ISO 100 bis 1600) im Vergleich zur Lumix GH2 geschlagen geben.

 

Nur die EOS 1Ds Mark III zum Preis von 5900,- Euro ist bis ISO 400 besser als die GH2, die nur 850,- Euro kostet. - Doch bei ISO 800 und 1600 fällt sogar die 1Ds Mark III hinter die Lumix GH2 zurück! Da kann man nur staunen und für manche Profis ein “erschütterndes” Ergebnis.

 

Erstaunlich ist auch, dass die ältere EOS 5D Mark II (2000,- Euro) durchgehend eine etwas bessere Bildqualität liefert als die GH2. Die 5D ist aber aus dem Jahr 2008 und scheint mir in einigen anderen Punkten technisch überholt zu sein. 

 

Die Ursachen für dieses Ergebnis sind mir nicht bekannt, ich werde sie auch nicht weiter erforschen. Hier kam es vielmehr auf die Feststellung an, dass das reisegünstige Format, MicroFourThirds (MFT), in der Bildqualität endgültig das Profilager erreicht hat. Das gilt auch für die Lumix-G2, die bis ISO 400 sehr gut, auch bis ISO 800 noch gut im mittleren DSLR-Lager mithalten kann.

 

Die Bildqualität sollte, außer für Sport- und Action-Fotos, das erste Kaufkriterium bleiben. Doch wenn diese sich in den verschiedenen Systemen angleicht, werden in Zukunft die Kamera-Ausstattung und ihre Handhabung mehr und mehr in den Vordergrund der Kaufentscheidung rücken. Das wäre ein Trend, den ich seit Jahren erhofft habe. Denn gute Bildqualität wünscht sich jeder, doch eine Profi-Vollausstattung, bis an die Grenzen des Möglichen, braucht der Hobby-Fotograf nicht. 

 

 

Wenn man bedenkt, dass die MFT-Geräte mit kleineren Sensoren auskommen, dann muss man den Ingenieuren bei Panasonic Achtung zollen. Sie holen aus den kleineren Sensorflächen, die besseren Leistungswerte heraus.

 

Das gleiche gilt für die übrigen kritischen Punkte, vor allem dem Autofokus und dem Sucher. Bis noch vor einem Jahr waren die Spiegelreflex-ler der festen Ansicht, dass ihr Phasen-Autofokus und ihr Prismensucher nicht zu toppen sind. Jetzt ist beides mit der Elektronik der Lumix G-Modelle erreicht, teilweise durch mehr Komfort überschritten (z.B. Parameter-Einblendung, bessere Nachtsicht).

 

Und noch ein Verdienst wird man der Firma Panasonic zuschreiben: Sie haben schon jetzt das inzwischen erstarrte Spiegelreflex-Lager gründlich aufgerüttelt. Davon werden alle Wechsel-Systeme profitieren, auch die Spiegelsysteme.

 

Zudem ist der Käufer der Nutznießer, durch bessere Wahlmöglichkeiten und Verschiebungen in Preis und Qualität, vor allem im hochpreisigen Segment. Dort wird man gezwungen sein, sich wieder besser abzusetzen oder die Preise anzupassen. Denn 2011 soll das Jahr der spiegellosen Systemkameras werden, weil fast alle namhaften Firmen Neuerscheinungen angekündigt haben.

 

Dazu passt auch folgende aktuelle Meldung:  

 

Heute wurde über das www.systemkamera-forum.de das “Gerücht aus gut informierten Quellen” bekannt, dass sich nun auch Nikon bis März/April 2011 mit einer hochwertigen spiegellosen Systemkamera dem Trend in der Reisebranche anschließen will. 

Wenn´s stimmt, würde die Spiegellose und damit auch die Reisekamera “salonfähig” werden.

 

Nur von Canon hört man bisher immer noch nichts. Deshalb war mein Wechsel zum Panasonic Lumix -G-System richtig. Die G2 reicht mir vorerst, immerhin rechne ich mit ein bis zwei Jahren Einarbeitung, nach so langer SLR-Pause und zwangsläufiger Automatik-Fotografie.

 

24.01.11

 

Übersicht über den Foto-Markt - Nov 2010

 

Wer sich in den nächsten Wochen eine Fotokamera zulegen möchte, findet einen guten Überblick im “foto-magazin” -Spezial- Nr. 1 - Einkaufsberater 2011

Erscheinungsdatum ? - Ist seit 24.11.2010 in meinem Zeitschriften-Verkauf erhältlich

 

Einziges Manko, die Radakteure wissen die Micro-Four-Thirds (MFT) nicht richtig einzuordnen.

Sie wurden nicht einmal im Inhaltsverzeichnis erwähnt. Über das Register am Ende des Magazins sind sie dann doch noch zu finden.

 

Das ist derzeit ein allgemeines Problem. Das Personal der Fachpresse kommt hauptsächlich aus dem bisherigen Spiegelreflex-Segment. Die leichten, reisetauglichen MFT-Geräte sind noch zu neu, als dass ausreichend praktische Erfahrung gesammelt werden konnte.

 

Die Vorstellung der MFT-Geräte und ihre Kurzbewertungen, in “foto-magazin” Sonderheft  ab Seite 105, scheinen mir aber, nach kurzer Einsicht ok zu sein.

    Für sich selbst besonders wichtige Aussagen würde ich aber hinterfragen.
    Beispiel von Seite 12, Thema -Makro-: “Bei Spiegelreflexkameras ist das Angebot an Makroobjektiven groß, beim Micro-FourThirds-System noch sehr eingeschränkt (zurzeit nur Leica DG Macro-Elmarit 2,8/45 mm Asph. OIS)”.

     

    Diese Aussage ist zwar richtig, bisher bietet Panasonic nur ein Makro-Objektiv an. Aber das gilt als qualitativ sehr gut, dafür teuer. Außerdem können per Adapter eine Menge Fremdfirmen-Objektive angeschlossen werden. Die müssen manuell bedient werden, was bei Macroaufnahmen ohnehin die Regel ist.

     

    Grundsätzlich gilt, dass alle bisherigen MFT-Objektive von Panasonic zwar sehr gut aber teuer sind. Es sind Neuentwicklungen die kürzer und leichter sind als die normalen Spiegelreflex-Objektive. Panasonic hat sich (bisher zumindest) nicht auf billigere Objektiv-Entwicklungen eingelassen. Ein entscheidender Grund, warum ich die Lumix G2 gekauft habe. Ein Objektiv wird für viele “Dienstjahre” gekauft, auf die Jahre verteilt rechnet sich die gute Qualität.

 

Wer sich nicht von der unlogischen Themenverteilung im “foto-magazin” Einkaufsberater 2011 irritieren lässt, findet einen recht breit gestreuten Überblick über den derzeitigen Foto-Markt.

 

Zur Kaufentscheidung reichen aber die kurzen meist sehr technischen Beschreibungen nicht aus, lediglich zur Vorsortierungen der Geräte, die auf die eigenen Vorstellungen passen könnten.

 

 

Auch nach Abschluss der diesjährigen Photokina konnte festgestellt werden, dass Panasonic im handlichen, leichten und qualitativ sehr guten Reisefoto-Bereich von keinem anderen Hersteller erreicht werden konnte.

 

Allenfalls die neue Canon EOS 60D kann mit der Lumix G2 und GH2 (siehe unten) verglichen werden.

Die 60D hat, aufgrund des größeren Sensors, physikalisch Vorteile bei höheren ISO-Werten, wichtig für jene, die häufig bei geringem Licht fotografieren müssen. Dagegen ist die Kamera merklich größer und schwerer als die G2.

Ob der physikalische Vorsprung der Canon 60D gegenüber der verbesserten GH2 gehalten werden konnte, müssen die zukünftigen Testberichte zeigen (ich rechne mit Jan/Febr. 2011).

 

 

Wer etwas Geduld (bis voraussichtlich Jan. 2011) mitbringt, sollte sich in diesem Qualitäts- und Preis-Bereich auch die Lumix GH2 ansehen. Sie ist, im Vergleich zur G2 nochmals in einigen Bereichen verbessert worden (z.B. Schnelligkeit, Kontrastumfang, ISO-Werte - falls nötig). Preisunterschied zur G2: ca. 150,- bis 180,- Euro. Verkaufsstart der GH2 angeblich Mitte November 2010, ob dann bereits die benötigten Stückzahlen zur Verfügung stehen, wird bezweifelt.

 

Wer die G2 kauft, dem rate ich aus eigener Erfahrung, als Einstieg, zum Superzoom 14-140 - das ist perfekt für die Reise, für Wanderungen und Ausflüge, also für alle, die mit der Kamera längere Zeit unterwegs sind und nicht ständig mit mehreren Objektiven hantieren wollen.

 

Der Einstieg über die üblichen Kit-Objektive zwingt später zum häufigen Objektivwechsel und die KitObjektive sind qualitativ auch nicht besser als das Superzoom.

 

Vom vielseitigen 14-140 Zoombereich kann nach unten und oben optimal ausgebaut werden.  Alle Brennweiten mal zwei ergibt bei MFT-Kameras die Brennweiten im Kleinbild (KB-) Format. 

 

Das Panasonic Superzoom 14-140 (28-280 KB) wird allgemein sehr gelobt, soll nur wenig schwächer sein als die Festbrennweiten, die physikalisch normalerweise deutlicher im Vorteil sind.  Die Lumix G2 mit diesem 14-140 Superzoom kostete im Okt. 2010 ca. 1350,- Euro. Dafür bekam ich eine bisher nicht erreichte Bildqualität plus optimaler Kamera-Handhabung. 

 

25.11.10

 

Lumix GH2

 

Das Schwestermodel der G2 heißt GH2 und wurde auf der Photokina 2010 vorgestellt. Es kann Videos im größeren 1080er Format aufnehmen, soll zwei höhere ISO-Stufen rauscharme Fotos liefern und ist schneller in den Serienbildern. Die Auflösung wurde von 12 MP (der G2) auf 16 MP bei gleicher Sensorgröße erhöht.

 

Für Video-Spezialisten gibt es keine andere Wahl. Wer aber eher fotografieren will, kann die Funktionen beider Geräte vergleichen und entscheiden, ob die knapp 200,- Euro teurere GH2 für die eigenen Ziele erforderlich ist.  

 

Die G2 bleibt durchaus eine gute Wahl bei der allgemeinen Natur- und Reisefotografie. Nur für schnelle Bewegungsabläufe (Tiere, Kinder) und Aufnahmen in schwachen Lichtverhältnissen scheint die GH2 der G2 überlegen zu sein. Doch sollten zur Entscheidung, wenn möglich, die ersten Test- und Praxisberichte abgewartet werden.  

 

24.10.10

 

Lumix G2

 

Inzwischen habe ich mir eine Lumix G2 - Micro FourThirds Kamera zugelegt. Nach langem Vergleich der zur Zeit angebotenen Geräte blieb für mich nur noch die G2 übrig. Sie erreichte die meisten Treffer auf meiner Wunschliste.

Erste Testfotos und Beschreibung: siehe Seite Lumix G2.

 

16.09.10

 

Sony Nex-5

 

Die Sony Nex Modelle kommen bei den Praktikern aus dem DSLR-Lager nicht gut an. Zuviel Automatik, zuwenig Möglichkeiten der Bildgestaltung - einer kritisierte in einer Rezension bei Amazon vom 8.8.10 die schwachen Objektive.

 

24.10.10 - Ich habe erste Fotos der Nex-5 in einem Forum gesehen, sie waren nicht punktgenau fokusiert. Ob es am Benutzer oder an der Kamera oder an der Optik lag, konnte ich nicht klären. - Vor Kamerakauf sollten eigene Probeaufnahmen am PC und im DIN-A4 Ausdruck geprüft werden, ob sie den eigenen Vorstellungen entsprechen. Denn nicht nur die Größe des Sensors entscheidet, ob die Kamera gute Fotos liefert.

 

02.09.10

 

Sony NEX-5

Zwergen-Aufstand oder “In der Oberliga angekommen”?

 

Eine kleine, handliche, reise-taugliche Systemkamera von Sony, mit der Bildqualität im oberen Amateur-Kamera-Bereich, soll ab Juni / Juli 2010 zum Kauf zur Verfügung stehen.

Sie hat einen APS-C Sensor, die gleiche Größe, wie in den meisten Amateur-Spiegelreflex-Geräten. Das Display ist schwenkbar und mit über 900.000 Pixel Spitze. Die neuen sehr schnellen SDXC-Speicherkarten können genutzt werden. Video in Full-HD (1080)

 

Die NEX-5 ist, vergleichbar mit der Spiegelreflex-Konkurrenz winzig: 111 x 59 x 38 mm

aufgerundet 11 cm breit, 6 cm hoch, 4 cm dick. Und trotzdem soll sie gut zu halten sein.

Der erste Test- und Erfahrungsbericht erschien in Foto-Video von CHIP, Ausgabe 07.2010, ab Seite 30.

Fast alle Angaben lassen aufhorchen. Die Kamera scheint für die gehobene Reise-Ausrüstung wie geschaffen. Wer Interesse hat, sollte besonders darauf achten, ob ihm die Ausstattung und das Tempo reichen, die einzigen kleinen Schwächen.

Auch kein Wunder. In einem Minigehäuse können nicht alle Funktionen einer “Dicken” verbaut werden. Es kommt nur darauf an, ob sie für die eigene Verwendung ausreichen.

 

Besonderheiten:

Bildstabilisator passt nicht mehr ins kleine Gehäuse, ist ins Objektiv verlagert worden.

Nur ein speziell entwickelter Blitzkontakt, mit derzeit nur 7er Aufsteckblitz, ist vorhanden. 

Neuer -kleiner- Bajonett-Verschluss, andere Objektive passen zur Zeit nur wenige und wenn, dann ohne Autofokus. - Und... - bisher wurde nur das Standard-Zoom getestet.

 

Zoombereich aller drei, ab Juni / Juli verfügbaren Objektive, von 16 - 200 mm.
Wenn ich mit 2 zu 3 richtig umgerechnet habe, wären das 24 - 300er Zoom KB (Kleinbild entsprechend). Für die Reise-Fotografie völlig ausreichend.

 

Das Bedienkonzept ist komplett neu entwickelt worden, es kommt dem Aufsteiger aus der Kompaktklasse entgegen. Spiegelreflex-Bediener müssen sich umstellen.

 

Gewicht Body: 305 Gramm (vermutlich mit Batterien) und 194 Gramm das große 27-300er Zoom (KB). Also 500 Gramm alles zusammen, auch das ist für eine Systemkamera Spitze!

Auch die Preise scheinen zu stimmen, sie sind nicht überzogen.

 

Erste (vorläufige und eigene) Zuordnung der NEX-5 in die Spiegelreflex-Liste der Foto-Video von CHIP:

Profi-DSLR,

Semi-Profi-DSLR,  -  NEX-5 käme heute auf Platz 6 von 9 in der Bildqualität

Mittelklasse-DSLR,  - NEX-5 käme heute auf Platz 8 von 12 in der Gesamtwertung

Einsteiger-DSLR

Umfangreichere Test´s stehen aber noch aus.

 

Fazit: Es bleibt spannend in der neuen Gruppe der System-Kameras. Auf der Photokina vom 21. bis 26. September 2010 müssen die letzten Hersteller ihre Karten auf den Tisch legen.

Wer Zeit hat, sollte solange warten, bis nach der Photokina für alle neuen Geräte auch noch die ausführlicheren Testberichte vorliegen.

 

12.06.10

 

Ergänzung zur Ricoh GXR -

und Ausblick zu Micro-Four-Thirds

 

Habe gelesen, dass das neue 28-300er Zoom für die Ricoh GXR mit einem 1/2,3-tel Sensor bestückt werden soll. Bedenklich klein, aber er soll die 120 Fotos pro Sekunde ermöglichen - na ja....

 

Kleine Sensoren liefern meist deutlich weniger Detailzeichnung und höheres  Rauschen. Meine derzeitige PowerShot SX 10 hat einen 1/2,3-tel Sensor, meine kleine Fuji den besseren 1,7 Sensor. Die Unterschiede sind klar erkennbar.

Mit neuer interner Bildverarbeitung könne man heute dem Detailverlust gegensteuern - ich bleibe skeptisch, ob das gelingt.

Auf jeden Fall sollte man die ersten Testberichte abwarten und auf die Bildqualität achten, vor allem Detailzeichnung und Rauschverhalten. 

 

Vielleicht geht es Ricoh wie Panasonic, die erst jetzt, in der zweiten “Geräte-Generation” der Micro-Four-Thirds, mit der Lumix GF1 gute Testwerte erreicht hat.

 

Sehr interessant, ein Ausblick zu Micro-Four-Thirds Systemen vom Nov. 2009.

Vor allem die beiden letzten Absätze: Die Hersteller können kaum liefern, so hoch ist die Nachfrage und trotzdem befindet sich die Konkurrenz immer noch “im Halbschlaf”.

 

Jetzt werden meine bisherigen Beobachtungen “amtlich” bestätigt. Die Bevölkerung wird immer älter und die Kamerasysteme der “Großen” immer schwerer??? Passt schon lange nicht mehr.

Die kleinen Systemkameras kommen, ob die großen Hersteller das wahrhaben wollen, oder nicht. Aber die Kleinen müssen die Qualität der Spiegelreflex-Liga erreichen, sonst sind sie zu teuer. 

 

13.03.10


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Es gab auch schon “Testergebnisse”, die später durch gründlichere Testverfahren widerlegt wurden!

 

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