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Weitere Informationen zum Kauf von Kamera- und Zubehör

 

 

Fortsetzung des Unterthemas

 

“DSLR oder spiegelose Systemkamera” von Seite: Kauf-Infos-1

 

Rauschverhalten  (Bildsensor - siehe Wikipedia - auch die Sensor-Größen)

Je größer der Sensor, desto geringer die Schärfentiefe aber auch desto weniger Rauschen bei geringem Licht und hohen ISO-Werten. Das gilt aber nur, wenn die Auflösung die gleiche ist. Wird der nächst höhere APS C-Sensor statt mit 12 MP mit 18 MP belichtet, schrumpft der Vorsprung besseren Rauschverhaltens, es sei denn, die interne Bildberechnung wurde verbessert.

 

Einstellungen über 800 ISO können durch lichtstarke Objektive (unter F 2.0) vermieden werden. Damit können auch Micro FourThirds-Kameras bei schwachem Licht rauscharme Fotos aufnehmen.

 

Im Rauschverhalten haben die teuren und -derzeit nur vereinzelt auch die aktuellen Einsteigergeräte- noch einen je nach Gerät unterschiedlichen Vorsprung durch größere Sensoren. Meist können sie bis ISO 1600, seltener bis 3200, rauschärmere Fotos aufnehmen. Echte “Nachteulen”, die über diese derzeitige ISO-Grenze hinaus rauscharme oder gar fast rauschfreie Fotos liefern sind dann richtig teuer. 

 

 

Die Unterschiede zwischen Systemkameras und DSLR werden in auffallend kurzer Zeit immer geringer. Genau betrachtet hat die DSLR nur noch wenige Vorteile: im Dauerbetrieb, in der Schnelligkeit für Bewegungsabläufe und im Rauschen ab1600 ISO. Dafür muss man Nachteile in der Bedienung in Kauf nehmen und eine längere Einarbeitung.

 

Der Amazon-Kunde “Minx “Mx” (Berlin) schrieb nach einer Reise mit, nach seinen Angaben, 9000 Fotos in seiner Kundenrezension vom 8.8.2010 (Auszug):

“...ich brauche DSLR Kameras nur noch für Porträt-Sessions, Sport- und Tierfotografie – alles andere kann die G2 besser und leichter, vor allem im Macrobereich offenbart sie gewaltige Vorteile, mehr Schärfentiefe, alle erdenklichen Top-Objektive manuell bequem nutzbar, aus jeder Position perfekt über den Monitor scharfstellbar - eine wahre Freude.”

 

Dazu meine Feststellung: Ich war bisher ein absoluter Verfechter des Monitors. Bei der G2 habe ich mich, trotz gutem Monitor und trotz Brille, zum ersten Mal wieder auf den Sucher umgestellt. Das Bild des Suchers der G2 ist bei Aufnahmen ohne Stativ, aus “normaler” Position, zum Scharfstellen absolut top!

 

 

 

 

6. Vergleichswerte zum Kontrastumfang

(wird auch “Dynamikumfang” genannt) 

 

Ein wichtiger Wert in der Landschaftsfotografie ist der Kontrast-Umfang. Wieviel Hell-Dunkel-Unterschiede kann die Kamera erfassen, ohne dass in den hellen und dunklen Bereichen die Zeichnung verloren geht. Das heißt, es würden nur weiße beziehungsweise schwarze Flecken entstehen.

 

Vor allem auf Wanderungen kann man nicht die Tageszeit der Aufnahme bestimmen, sodass zwangsläufig auch bei starker Sonneneinstrahlung fotografiert werden muss.

 

Beim Kamerakauf für die Natur- und Reisefotografie sollte also auf einen möglichst großen Kontrast-Umfang geachtet werden. Dazu wären  gesicherte Eckwerte aus standardisierten Messverfahren nötig. Genau diese scheint es aber nicht zu geben! Bedenkt man, dass der Kontrastumfang zu den wichtigsten Kaufkriterien gehört, ist das doch sehr verwunderlich.

 

22.2.2012 - Inzwischen, las ich in der Fachliteratur, muss es eine DIN-Norm geben. Dazu habe ich aber nicht weitergeforscht. Nur soviel: Werte von ab 9-10 gelten als gut.

 

 

So stieß ich zum Thema “Kontrastumfang”, im September 2010, auf einerseits vielfältige Widersprüche, andererseits auf komplexe physikalische Berechnungsmuster, mit denen der allgemeine Kamera-Käufer nichts anfangen kann.

 

Einig scheinen sich die meisten lediglich in der Feststellung zu sein, dass das menschliche Auge etwa 14 Blendenstufen erfassen kann. In den übrigen Werten gehen die Meinungen auseinander. Es gäbe verschiedene Meßmethoden die “schwierig” bis “extrem schwierig” seien. –  Trotzdem, meine ich, sollte man sich, wie in anderen technischen Bereichen auch, auf vergleichbare Testmethoden und Messungen einigen.

 

Bis dahin kann sich der Käufer nur an folgenden mageren Eckwerten orientieren:

 

Das menschliche Auge erfasst etwa 14 Blendenstufen (EV).

Der Kontrastumfang digitaler Kameras liegt (2010), wenn ich richtig recherchiert habe, 
von 5-6 EV für einfache Kameras bis über 11 Blendenstufen einzelner DSLR.

 

Eine bessere Differenzierung ist leider nicht möglich, solange es keine einheitlichen Messverfahren gibt.

 

Ersatzweise kann man sich zur Zeit nur auf die Begleittexte in den Testberichten stützen. Wird dort von schwachen 7 Blenden oder sehr guten 8,6 Blenden gesprochen, so hat man wenigsten einen Richtwert. Alles andere entscheidet die Praxis.

Und wer Kameras vergleichen möchte, sollte die Testberichte gleicher Herkunft (der gleichen Web-Site) miteinander vergleichen, in der Hoffnung, dass die Bewertungen vom gleichen Labor stammen.

 

Beispiel:

Die Lumix G2 soll im Fotobereich, laut Testbericht aus “digitalkamera.de” vom 29.06.2010, einen “Dynamikumfang von sehr guten 8,6 Blendenstufen (EV)” haben. Dies gelte bis ISO 400, ab ISO 800  sinkt der Kontrastumfang auf schlechtes Mittelmaß, ab ISO 1600 sogar auf unter 7 EV.

 

Das heißt, bis ISO 400 ist der Kontrastumfang sehr gut,
zwischen ISO 400 bis 800 sinkt er ab, bis er bei ISO 800 “durchschnittliche” Werte erreicht.
Bei höheren ISO-Einstellungen, über 800, lässt der Kontrastumfang weiter nach.
Vor allem über 1600 ISO erreicht die G2 nur noch unterdurchschnittliche Werte von unter 7 EV. 

.

Das ist die differenzierteste Aussage, die ich zu diesem Thema im Internet finden konnte. Darauf kann der Käufer eine sichere Entscheidung treffen.

 

Denn die hohen ISO-Werte werden in der Reise- und Naturfotografie eher selten benötigt. Sie können, wenn erforderlich, mit lichtstarken Objektiven oder bzw. und durch die wirksame Bildstabilisierung (OIS), in Verbindung mit der Verlängerung der Belichtungszeit, umgangen werden. Somit reicht der Dynamikumfang der Lumix-G2, den weitaus meisten Käufern, für die Reise- und Naturfotografie aus.

 

Ich habe meine G2 auf maximal ISO 1600 begrenzt. Doch wenn möglich meide ich so hohe ISO-Werte, indem ich, wenn mir Werte über 800 ISO angezeigt werden, manuell auf 200 bis maximal 400 ISO umstelle

 

Auf der zur Zeit noch laufenden Photokina 2010 wurde die Lumix GH2 vorgestellt. Sie soll vor allem in Kontrastumfang, Schnelligkeit, ISO-Werte und Rauschverhalten nochmals verbessert worden sein. Testberichte müssen noch abgewartet werden.

 

 

Meine praktische Erfahrung zum Kontrastumfang der Lumix G2:

 

Durch Abdunkeln der Belichtung mittels “Belichtungsausgleich” und anschließender Belichtungsreihe konnte ich recht schnell eine Aufnahme mit extremen Hell-Dunkel-Konstrasten in der Mittagssonne korrekt belichten.

 

Es war eine Aufnahme in einem durch Büsche und Bäume getunnelten breiten Parkweg. Durch einzelne größere und kleinere Öffnungen im Laubdach schien die (Sommer-) Mittagssonne mit voller Kraft durch.

 

Nur den in diesem Test erwähnten Grünstich in sehr dunklen Schattenpartien kann ich bestätigen, allerdings nur unter diesen Extrembedingungen. Er konnte in Photoshop Elements mit einem Klick auf die “Automatische Farbkorrektur” problemlos beseitigt werden.

 

Normale Naturaufnahmen, die ich wenig später im gleichen Parkgelände aufnahm, auch umgeben von Büschen und Bäumen aber mit breiterer Licht- und Schatten-Verteilung, waren trotz durchscheinender Mittagssonne farblich in Ordnung. Ich musste eher eine hohe Gelb-Sättigung zurückfahren, wie es bei Mittagsaufnahmen häufig vorkommt.

 

Ein Lob an dieser Stelle zum Testbericht aus www.digitalkamera.de - Hier wurden die Messergebnisse sehr hilfreich differenziert. Damit kann der Leser erheblich besser entscheiden, als mit einem nicht aussagefähigen Mittelwert (siehe >digitalkamera.de >Tests >Panasonic Lumix DMC-G2 >Bildqualität).

Manche Werte, dazu gehört auch der Kontrastumfang, können durch mitteln sogar ins Negative verfälscht werden. Ein Einzelwert im Kontrastumfang ist deshalb unbrauchbar, in solchem Fall sollte man nach besseren Testberichten suchen. 

 

 

In den uneinheitlichen Methoden zur Messung des Kontrastumfangs liegt wohl auch der Grund für die unterschiedlichen Angaben zum Kontrastumfang, sowohl bei meinen vorherigen Kameras als auch meiner aktuellen Zweitkamera.

Meine untrakompakte Zweitkamera Finepix F200 EXR schafft tatsächlich enorme Kontrastunterschiede. Aber wie hoch?, stimmt der genaue Zahlenwert?, das muss ich heute relativieren (siehe oben).

 

 

In Zukunft werden die Werte für den Kontrastumfang in ihrer Bedeutung abnehmen. Durch immer bessere Verrechnungs-Methoden wird der Konstrastumfang weiter ausgeweitet werden.

 

Eine heute schon für stehende Motive verwendete Methode ist die HDR-Fotografie. Sie verrechnet mehrere Aufnahmen unterschiedlicher Helligkeit zu einem neuen Bild mit aufgehellten Schatten und durchgezeichneten Lichtern.

 

Auch eine Pseudo-HDR Methode ist bereits im Gebrauch. Das ist eine Verrechnungsmethode, die aus einer einzelnen Aufnahme mehrere mit verschiedenen Helligkeiten erstellt und diese dann verrechnet.

 

Das Verrechnen der Fotos zur Erhöhung des Kontrast-Umfangs kann kamera-intern geschehen, besser zur Zeit jedoch mit Spezialprogrammen am Computer.

 

 

 

7. Filter-Dosen

 

Kamera-Filter können neuerdings mit einer Doppel-Metallkappe geschützt werden. Eine geniale Lösung, die sich die beiden Gewinde der Filter zu Nutze macht. Für mehrere Filter der gleichen Gewindegröße reicht eine Kappe für 17,- EURO (Aug. 2010). Die Filter werden ineinandergeschraubt und nur die äußeren Glasflächen mit einer Kappe abgedeckt. Die zweifache Kappe wiegt 56 Gramm. Zusammen mit einem 62mm Filter kommt man auf ein Gewicht von 78 Gramm. 

 

Ich fand die genialen “Schraub-Filterkappen” bei der Firma “enjoyyourcamera.com” – (enjoy = sich erfreuen an). Sie sind vor allem für die kleine Fototasche oder den robusten Einsatz zu empfehlen.

Für geräumige Foto-Taschen ist es kein Problem, große Filtertaschen aus flexiblem Material in jedem Fachhandel zu bekommen.

 

 

 

8. Achromat

Eine mehrgliedrige optimierte Nahlinse zur vierfacher Vergrößerung

 

Vom Fachverkauf wurde mir der Canon Achromat 250D mit 4dpt empfohlen. Er hat ein Gewinde von 58mm. Deshalb musste ich noch einen Adapter-Ring von “hama” dazu erwerben. Beides zusammen kostet ca. 100,- Euro (ca. 80 + 20 Euro).

 

Mit dem Achromat will ich austesten, ob mir die Makro-Fotografie liegt, bevor ich mir ein Spezialobjektiv von ca. 800,- Euro zulege. Immerhin ist zum Erkennen von Makro-Motiven eine völlig eigene Sichtweise erforderlich.

Sollte ich mir das Makroobjektiv später zukaufen, bliebe der Achromat wegen seines leichten Gewichts für Wanderungen mit leichtem Gepäck immer noch gut verwendbar. Er wiegt komplett mit Schutzbehälter nur 112 gr.

 

Erste Erfahrung: Die Bildqualität des Canon-Achromat ist besser als “befürchtet”. Es gab im Internet verschiedene grundsätzliche Beurteilungen zu den Achromaten. Doch dieses kleine Zubehör eignet sich tatsächlich zum preiswerten Ausprobieren der eigenen Makro-Fähigkeiten.

 

Meine ersten Versuche siehe zwei Primel-Aufnahmen, zum Vergleich mit und ohne Achromat und ein Bienenfoto, zu finden in der Pflanzengalerie-2011, die Fotos an 7. bis 9. Stelle. Die vier Dioptrien wirken, in Verbindung mit dem Zoom-Objektiv 14-140, extrem vergrößernd.

 

Der Achromat ist eigentlich für 38 - 135 KB-Zoom ausgelegt. Die Bienenaufnahme wurde aber mit 200-KB-Zoom aufgenommen und gelang trotzdem. Beim Kauf muss auf zuverlässige Qualität geachtet werden. Billige einfache Nahlinsen sollen zu viele Bildfehler erzeugen. 

 

 

 

 

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Inhalt

Kauf-Infos-1

 

1. Kamera-Kategorien

2. Info-Sammlung

3. Meine Kriterien

4. Bridge oder System

5. Spiegel, mit o. ohne

 

 

Diese Seite 2:

6. Kontrastumfang

7. geniale Filterdose

8. Achromat

 

 

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