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Holzlager-2

 

Fortsetzung

 

5. Brennholz-Maschinen

 

Kleine, kräftige Maschinen zur Brennholz-Aufbereitung gibt es erst seit Mitte 2006. Ich habe mir zuerst für ca. 300,- EUR einen 5-Tonnen-Spalter gekauft. Der war für astiges Holz zu schwach. Inzwischen habe ich ihn durch einen 7-Tonner Liegendspalter ersetzt.

Dazu kaufte ich eine Wipp-Brennholz-Säge mit 60cm-Sägeblatt und 17 cm Arbeitshöhe für ca. 600,- EUR. Die reicht gut aus. Pro Lieferung (zwischen 5-10 Raummeter) erhielt ich bisher nur 1-2 Stücke über 17 cm. Die bearbeite ich dann einmal manuell, um sie anschließend maschinell weiter zu verarbeiten.

Bisher habe ich eine Kettensäge vom Nachbarn nicht einsetzen müssen.

 

Wenn mein Holzlieferant im Sommer zu wenig Zeit zum Spalten hat, liefert er mir auch gern vorgespaltene 1 m lange Holzscheite an. Pro Tag kann ich mit meiner Wippsäge sechs Raummeter auf 33 cm kürzen und stapeln. Die Arbeit ist nicht sonderlich schwer und spart noch zusätzlich, beim Lieferanten Zeit und beim Käufer Geld. Denn Meter-Stücke sind noch etwas günstiger zu haben.

 

 

Zur Brennholzsäge: Billigere Sägen sind nicht zu empfehlen, weil man auf Überhitzungsschutz und gute Sicherheitsausstattung für so hoch drehende Sägen nicht verzichten sollte. Wenn möglich, kaufen Sie sich eine Drehstrom-Maschine, sie belastet die Elektro-Leitungen weniger. In jedem Fall muss das Leitungsnetz vom Fachmann überprüft werden, denn die Säge braucht zum Hochfahren eine Menge Strom.

 

Zum Spalter: Einfacher kann ein kleiner Holzspalter ausgestattet sein. Die 5-Tonnen Liegend-Spalter für 50 cm Länge, sogar mit Fußgestell, gibt es schon für etwas über 300 EUR. Hinzu kommen noch Beil, Axt und kleine und große Bügelsäge.

Inzwischen musste ich meinen ersten 5-Tonnen Spalter ersetzen. Er war für astiges Mischholz zu schwach. Mit meinem neuen 7-Tonnen Liegendspalter bin ich nun zufrieden. 

 

Ich habe mich bei den Firmen Scheppach (www.scheppach.com), Güde (www.guede.com) und Atika www.atika.de kundig gemacht und anschließend über den örtlichen Händler gekauft. So ist auch ein guter Service gesichert.

Zu Einhell-Maschinen finden Sie schneller Informationen über den Versandhandel, z.B. über
www.westfalia.de

 

Natürlich gibt es auch deutlich billigere Maschinen. Ich bevorzuge, auch aus Sicherheitsgründen, gutes Qualitätswerkzeug.

 

 

6. Kontrollgeräte für Einkauf und Lagerung

 

Ich habe mir eine Uhr mit Thermometer und Hygrometer (Luftfeuchtemesser) beim www.uhrcenter.de  gekauft, um die Luftfeuchte im Holzlager zu beobachten. Die Firma bietet Modelle ab 26,- EUR. Geben Sie ins Suche-Fenster “Hygrometer” ein.

 

Dazu kam, zum kostengünstigen Einkauf, ein Holzfeuchtemesser.

Das beste Preis/Leistungsverhältnis fand ich im „Lignomat mini X“ unter www.lignomat.de. Mit Mehrwertsteuer und Versand kostete das Gerät im Herbst 2006 ca. 200 EUR. Das scheint hoch, aber der Feuchtemesser hat sich schon im ersten Jahr bezahlt gemacht.

 

Ende 2006 konnte kaum noch ofentrockenes Holz gekauft werden, und wenn, dann kostete es mindestens 120,- EUR frei Haus, im Darrofen getrocknet. Die Darrofen-Trocknung ist energieaufwendig und deshalb sehr teuer, dafür ist das Brennholz zuverlässig ofentrocken. 

 

Bei der Naturtrocknung durch offene Lagerung entstehen Unterschiede, die im Zweifelsfall nachgemessen werden müssen. Denn auch moderne Öfen können kein zu nasses Holz verbrennen, ohne Schaden zu nehmen. Die Ofenhersteller geben die maximale Feuchte in den Bedienungsanleitungen an. Unser Kachelofen sollte z.B. nur mit Holz unter 20% Feuchte befeuert werden.

 

Darrofen getrocknetes Holz ist mir grundsätzlich, für die benötigte Menge, zu teuer. Deshalb habe ich 2006 die zweite Hälfte meines Vorrats nur 1-jährig vorgetrocknetes Holz (Feuchte zwischen 22-38%) eingekauft, weil ich den Trocknungsprozess mit dem Lignomat kontrollieren kann. Im Vergleich zum industriell getrockneten Holz sparte ich für die bezogene Menge ca. 400,- EUR, Kosten des Feuchtemessers 200,- blieb ein Plus von ca. 200,- EUR schon im ersten Jahr. Auch hier zeigte sich wieder, dass eine gute Geräteausstattung erhebliche Kostenersparnis bringen kann.

 

Im darauf folgenden Jahr, 2007, bekam ich wieder sehr gut gelagertes trockenes Holz. Die Kontrolle bei der Anlieferung ergab beste Werte. Wenn also keine Notlage entsteht, das heißt, genügend  trockenes Holz in der Wohnregion angeboten wird, dann reichen einfachere Holzfeuchtemesser zur Orientierung völlig aus. Sie kosten zwischen 50,- bis 100,- EUR, bieten meist nur 2 Holzgruppen-Messungen an. Es können keine Einzelholzarten gemessen werden.

 

Wir haben im Bekanntenkreis auch noch ein 10,-EUR-Gerät mit dem Lignomat verglichen. Die Messungen bis unter 20% waren einigermaßen verwendbar, darüber wurden im Billiggerät zunehmend unsinnigere Werte angezeigt. Aber gerade die Werte zwischen 20 bis Ende 30% Holzfeuchte sind für die Nachlagerung von billigeren Einkäufen besonders wichtig.

 

Viele langjährig geübte Kachelofen-Benutzer behaupten, die Holzfeuchte schätzen zu können. Vor allem bei außen gelagertem Brennholz bezweifele ich das. Die Färbung und das Feuchte-Empfinden ist zu unterschiedlich, je nach Umgebungstemperatur, Umgebungsfeuchte und Lagerung. Große Unterschiede kann man eher erkennen, als die kleinen aber relevanten 5-8% die am Ende des Trocknungsprozesses übrig bleiben, bis optimale Werte erreicht sind.

 

Wollen Sie also im Grenzbereich billiger und doch zuverlässig einkaufen und müssen Sie die Trocknung in der Nachlagerungszeit kontrollieren, dann lohnt sich auf jeden Fall der teurere Lignomat.

 

Der Lignomat mini X kann 16 Einzelholzarten (darunter Buche und Eiche) und zusätzlich 4 Holzgruppen messen. Er ist ein handliches mobiles Gerät für die Profis. Man sollte aber die Temperatur-Tabelle (Abweichungen über und unter 20 Grad) und die Holzarten-Tabelle (Hölzer innerhalb der Gruppen) beim Kauf mit anfordern. Dann sind recht genaue Aussagen für eine ungewöhnlich große Anzahl Holzarten möglich.

 

 

7. Gesamtkosten für die Erstausstattung des Holzlagers

 

Für die oben beschriebene Holzlager-Ausstattung entstanden 2006

etwa 1100,- EUR für die Maschinen und ca. 800,- für die sonstige Ausstattung.

Hinzu kamen 16 Raummeter Holz a 60 bis 70,- EUR. Zusammen kostete die Erstausstattung dieses  Holzlagers ca. 3000,- EUR plus einige Tage Eigenleistung zum Aufbau der Holzkammern.

 

Also ein nicht unerheblicher Kosten-Aufwand, der bei der Erstbeschaffung mit kalkuliert werden muss. Aber die Investition lohnt sich, zumindest, wenn der Holzofen regelmäßig als Zusatzheizung eingesetzt wird. Denn in den Folgejahren kommen wir mit ca. acht Raummetern Brennholz aus und weitere Ausgaben entstehen nicht mehr.

 

Und nochmals erwähnt, unsere Grundausstattung mit Maschinen und Geräten wird sich, bei einem Jahresbedarf von acht Raummetern Brennholz, in weniger als drei Jahren amortisierten. Denn das Holz aus dem Spaltautomaten ist deutlich billiger, als das sonst aufwendig kleingeschnittene “Maßholz”.

 

 

 

Zur Erinnerung: der Begriff “Maßholz” wird nur auf dieser Website gebraucht, im Holzverkauf gibt es für die hier definierte Brennholz-Art keinen mir bekannten eigenen Begriff.

 

 

 

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