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Energiekosten senken
Heizung im Energiemix, mit Öl, Solar und Holz
Unter dem Thema “Energiekosten” finden alle Holzofen-Liebhaber brauchbare Informationen sowie Links zur Beschaffung von teils schwer erhältlichem Zubehör.
Die folgenden Ausführungen sind sehr umfangreich. Die Vorschläge liegen über dem durchschnittlich üblichen Maß des Benötigten, z.B. an Hilfsmitteln und Maschinen. Wer nur einen kleinen Holzofen (z.B. Kaminofen) betreibt, der allenfalls in der Übergangszeit beheizt wird, braucht viele der hier genannten Vorschläge nicht.
Doch an welcher Stelle der Leser weniger Aufwand betreiben will, soll er selbst entscheiden.
Wir haben, als bandscheiben-belastete Rentner, ein volles Programm aller Hilfen und Hilfsmittel geprüft. Wir mussten uns so einrichten, dass wir unseren Kachelofen noch viele Jahre, gesundheitlich vertretbar, als vollwertige Zusatzheizung zur Verminderung der Öl-Kosten nutzen können.
1. Erste Überlegungen
Einsatzmöglichkeiten einer Holzbefeuerung:
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1.
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Voll-Beheizung einer Wohnung oder eines Hauses mit Holz
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Standort: Keller oder große Eingangshallen
Heizungsanlage
befeuert mit Holzscheite ab 50cm Länge
oder mit Pellets
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2.
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Holzofen als Zusatzheizung
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Standort: Keller oder in der Wohnung
Im Keller:
Wärmetransport über Luft oder Wasser
In der Wohnung:
Kaminofen mit Wärmetauscher oder
Kachelofen mit Wärmetauscher
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3.
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“Dekorations-Ofen”
nur zur gelegentlichen Nutzung
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Standort: Wohnung
Offener Kamin (heiztechnisch überholt)
Kamin-Einsatz (Wirkungsgrad überdenken)
Kaminofen ohne Wärmetauscher oder
Kaminofen mit Wärmetauscher
(Ein Kachelofen, ist zwar sehr dekorativ, aber unwirtschaftlich teuer, wenn er nicht wirklich genutzt wird - siehe Punkt 2.)
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Wir entschieden uns bald für einen Kachelofen als Zusatzheizung zur Kostensenkung. Dadurch mussten wir uns überlegen, welche weiteren Heizungssysteme zur optimalen Nutzung kombiniert werden könnten.
2. Unser vorhandenes Heizsystem
Bisher haben wir die ca. 10 x 10 m Doppelhaus-Hälfte ausschließlich mit einer Ölheizung beheizt und durchgehend, das ganze Jahr, auch das Brauchwasser erwärmt. Nachdem die Ölpreise immer weiter in die Höhe kletterten und zudem mancherorts durch Unwetter teils tagelang der Strom ausfiel, haben wir ernstlich über einen strom-unabhängigen Holzofen nachgedacht.
Die Ölheizung war vor wenigen Jahren auf einen Blaubrenner neuester Technik umgestellt worden. Sie bringt beste Meßwerte. Deshalb wird sie vorerst, weiter betrieben. Sie sichert uns im Dreier-Mix des neuen Heizsystems eine Grundwärme von Tag und Nacht 18°, die wir mit dem Kachelofen „aufstocken“. (Dreier-Mix aus Holz, Solar, Öl - siehe unten)
3. Alternativen zur Ölheizung
Eine Umstellung der Ölheizung auf die für uns interessante, Kraft-Wärme-Kopplung, wäre derzeit, aus gleich mehreren Gründen, noch nicht vertretbar.
In die engere Wahl kam dagegen die Solar-Stromerzeugung. Doch auch die heute sehr beliebte Photovoltaikanlage konnte uns letztlich nicht überzeugen. Sie macht uns im Notfall (Stromausfall) nicht unabhängig von der industriellen Stromerzeugung.
Außerdem beruht die Kostenrechnung auf einem Solidaritätsprinzip zwischen drei sehr ungleichen Partnern, den Stromerzeugern, den Stromabnehmern und der Gesetzgebung. Bekanntlich brechen solche Solidargemeinschaften gerade in kritischen Zeiten auseinander.
Für uns ist, durch die fehlende Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom zuerst zur eigenen Absicherung zu nutzen, Photovoltaik nicht “krisensicher”. Aber, z.B. für Besitzer von Nachtspeicher-Heizsystemen, kann eine Photovoltaik-Anlage eine zwingende Lösung aus der derzeitigen Kostenfalle bedeuten. Das heißt, jede Situation muss individuell bewertet werden.
4. Fragen und Entscheidungen
Es wäre für uns völlig unwirtschaft gewesen, auf die Grundversorgung per Öl-Heizung zu verzichten. Die erst vor wenigen Jahren modernisierte Heizung beruht auf der neuesten Blaubrenner-Technik, sie hat einen sehr hohen Wirkungsgrad und beste Abgaswerte.
Darauf aufbauend wollten wir, durch den Betrieb einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung, die Ölheizung im Sommer ausschalten, um die hohen Öl-Kosten zu verringern.
Ebenso überlegten wir, auch in der Übergangzeit möglichst wenig die Ölheizung einzusetzen.
Die Energie-Lücke sollte ein Holz-Ofen schließen, allerdings nur unter folgenden Voraussetzungen:
1. Eine der wichtigsten Punkte war uns eine Zusatzheizung, die unabhängig von der industriellen Stromversorgung funktionieren sollte. Die Wohnung sollte bei Stromausfall weiter beheizbar bleiben.
2. Ein dekorativer Kachelofen, stand schon lange auf dem Wunschzettel. Aber die Holzbeschaffung musste alters-entsprechend möglich sein, ohne Gesundheitsrisiken durch bandscheiben-belastende Schwerarbeit.
3. Die Leistungsfähigkeit des Holz-Ofens müsse ausreichen, um die Schaltzeiten der Ölheizung auch in der Übergangszeit deutlich zu verringern.
4. Die praktische Umsetzung der Holz-Beheizung sollte, in unserem Altbau aus den 60er Jahren, mit vertretbarem Auswand und entsprechend wirtschaftlichen Kosten, erreicht werden. Unsere wichtigsten Fragen waren: der Ofenstandort, der Kamin und das Holzlager.
5. Wichtig war uns auch eine möglichst hohe Wärmeausbeute durch einen Ofen in der Wohnung. Von unserer Verwandschaft kannten wir die Nachteile, der Keller-Öfen. Andererseits wussten wir nicht, wieviel Staub und Abgase bei der Beheizung eines modernen Ofens innerhalb der Wohnung entstehen. Wir beide erinnern uns noch, wie heikel oft die alten Öfen beim Anzünden reagierten.
Das war unser langer Wunschzettel, der nach und nach abgearbeitet wurde.
Alle diese Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet. Wir sind heute, gegen Ende der zweiten Heizperiode sicher, die optimale Lösung für unsere Vorstellungen gefunden zu haben.
Dem entsprechend können wir folgenden Heizungs-Mix wirklich empfehlen:
1. die Grundversorgung durch eine automatisierte Anlage (z.B. modernisierte Ölheizung)
2. einen Holzofen als Zusatzheizung für die “Wärmespitzen” (siehe nächste Seite)
3. eine Solaranlage zur Erwärmung des Brauchwassers und zur Unterstützung der Heizung.
Unsere Erfahrungen hatten wir schon 2007 für die Handwerker dokumentiert, deshalb war nur eine Überarbeitung nötig, um sie auf den folgenden Seiten ins Web zu stellen.
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